Was machen Venture Architects bei DB Intrapreneurs?

Die Berufsbezeichnung eine*r Architekt*in ist relativ eindeutig – sie erstreckt sich über das technische Entwerfen von Gebäuden bis hin zur Bauleitung, die sowohl Bauplanung als auch -ausführung beinhaltet. Dabei haben Architekt*innen ein Augenmerk auf Termine, Qualität und Baukosten des Projekts. Darunter können sich alle etwas vorstellen. Doch bei der Beschreibung eines/einer Venture Architect (VA) sind die Vorstellungen weniger klar. Im Grunde sind die Anforderungen zwischen den zwei Berufen allerdings recht ähnlich!

Die VAs bei DB Intrapreneurs unterstützen die Teilnehmer*innen im Programm auf vielseitige Art und Weise, damit diese ihre Ideen verwirklichen und erreichen können. Hier vier erste Beispiele, um ein besseres Gefühl für deren Aktivitätsbereiche zu entwickeln:

1. Sie geben Denkanstöße auf Augenhöhe und agieren als konstante Sparringspartner*innen.
2. Sie identifizieren weitere Problemhypothesen, die an das Kernproblem anschließen.
3. Sie unterstützen bei der Validierung von Lösungen der Geschäftsentwicklung.
4. Sie helfen bei der Kreation von Unternehmensinnovationen, um neue Umsatzpotenziale zu realisieren.

Primär sind sie die methodischen Expert*innen, während die fachliche Expertise von den Teilnehmer*innen eingesteuert wird. VAs zeigen Methoden zur Realisierung der Geschäftsideen auf und fungieren als Manager*innen interdisziplinärer Teams, die auch durch externe Programmierer*innen, Innovationsberater*innen, User Researcher und – je nach Projekt – weitere Expert*innen ergänzt werden können.
Die VAs begleiten Teams mit unterschiedlichsten Hintergründen über alle Phasen des Gründungsprogramms hinweg. Bereits in der ersten der drei Programmphasen erhalten alle Intrapreneur*innen die Möglichkeit in den kritischen Austausch mit den VAs zu gehen. Wenn es darum geht, die Problemstellung genau zu definieren und erste Lösungsansätze zu überdenken, stehen unsere VAs mit Rat und Tat zur Seite.

In der Build Phase, in der das Lösungskonzept erarbeitet und validiert wird, wird die Interaktion deutlich intensiver, die DB Intrapreneurs VAs übernehmen sozusagen die Bauleitung. Sie sind nicht nur konzeptionelle*r und strategische*r Partner*innen, sondern haben auch konkrete operative Aufgaben zu erfüllen. Am Anfang dieser Phase steht die Budget- & Ressourcenplanung sowie eine erste Skizzierung des agilen Projektmanagements. Dabei werden der grobe Fahrplan für die einzelnen Projektwochen aber auch konkrete Meilensteine festgelegt, die in den unterschiedlichen Etappen der Phase erreicht werden sollten. Dieser Plan wird im Laufe der Arbeitswochen immer wieder nachgeschärft. Die VAs arbeiten auch auf spezifischer Detailebene aber behalten dabei immer den Blick für das große Ganze. Gleichzeitig achten sie darauf, dass die Teams im Verlauf des Projektes nicht den Fokus verlieren und die Priorisierung der Aufgaben beachten.
Außerdem konzeptionieren Venture Architects sowohl Workshops als auch Sprints zur Ausarbeitung der Geschäftsidee und setzen diese um. Zudem arbeiten sie bei der Erstellung von wichtigen Unterlagen, z.B. Präsentationen für relevante Stakeholder und Sponsoren oder den Excel Business Case, mit.

Nachdem am Ende der Build Phase der konkrete Lösungsansatz validiert wurde, der Business Case steht und eine IT-Architektur konzipiert ist, geht es für die Teams in die Grow Phase. In dieser Phase wird die Lösung pilotiert und umgesetzt. Hier endet die Zusammenarbeit zwischen den Teams und VAs allerdings noch nicht, wenngleich die Teamteilnehmer*innen ab dieser Phase im Lead sind. Auch während der Pilotierung können die Teams punktuell auf VAs als Berater*innen zurückgreifen.

Der DB Intrapreneurs Venture Architect Tobias Taut, der gerade federführend das Team D-Main durch die Build Phase begleitet, gibt abschließend ein paar Einblicke in seine Arbeit.

Was hast du im ersten Jahr in deinem Job gelernt?
Ich denke das Coachen und Begleiten verschiedener Persönlichkeitstypen war meine größte Lernerfahrung. Jeder Mensch benötigt ein anderes Umfeld und ein anderen Coaching-Stil, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Was begeistert dich an deiner Arbeit?
Ich bin jedes Mal fasziniert davon, wie skeptisch und beinah besorgt viele Intrapreneur*innen darüber sind, mit echten Nutzer*innen und Kund*innen direkt am Anfang der Produktentwicklung zu sprechen. Nach den ersten Interviews und Testings können sie es aber auf einmal nicht mehr erwarten, mehr und mehr Nutzerfeedback zu bekommen, um so ihre Ideen weiterzuentwickeln. Diese schnelle Änderung hin zu einer nutzer- und kundenzentrierten Denk- und Arbeitsweise begeistert mich.

Erzähle uns von einem Moment, in dem du den Status Quo hinterfragt hast!
Da gibt es tatsächlich viel zu viele Momente, denn in Wirklichkeit ist die Hauptaufgabe eines und einer jeden Venture Architect das permanente Infragestellen des Bestehenden. Wenn ich Projektteams coache, sehe ich es als meine Pflicht an, alles zu hinterfragen und zum Teil auch den Finger in die Wunde zu legen. Ein Beispiel hierfür ist die Identifikation von Bruchstellen und Fehler in bestehenden Arbeitsabläufen. Das Schöne dabei ist, dass wir nur so lernen, uns gemeinsam verbessern und tolle Produkte entwickeln können, die echten Mehrwert liefern.