Auf Social Media teilen
Wer sich bereits mit unserem Programm beschäftigt hat weiß: Die Gründerteams bestehen bis zum Pitch Day aus Minimum drei Personen. Denn wir suchen nicht nur neue digitale Geschäftsmodelle, sondern vor allem auch smarte Teams. Aber warum nicht allein gründen?

Heinz Bartl, ein Teilnehmer des Intrapreneurship Programms und Teil des Teams D-MAIN, welches die heraufordernden Prozesse der Wissensvermittlung für Mitarbeiter*innen des Technik- und Anlagemanagements vereinfachen und zentralisieren will, sieht das Team hinter der Idee als entscheidenden Faktor, für eine erfolgreiche Gründung:

„Wir wären niemals so weit gekommen, wenn wir nicht ein Team gewesen wären. Der Anspruch ist extrem hoch, sodass unterschiedliche Kompetenzen unerlässlich sind. Du brauchst einfach diese Lastenverteilung im Team – das kann man allein nicht schaffen“

Für Startups bieten Gründerteams enorm viele Vorteile. Ein gutes Gründerteam versammelt viele individuelle Fähigkeiten und Fertigkeiten und schafft damit eine breite Basis für den zukünftigen Erfolg. Das Gründerteam stellt somit, mit den bei den Teammitgliedern vorhandenen Qualifikationen, die immaterielle Ressourcenbasis des neuen Unternehmens dar.

Wie sollte also ein Gründerteam aussehen?

Im Wesentlichen gibt es drei übergeordnete Aufgaben und demzufolge drei Bereiche, die in einem Gründerteam besetzt sein sollten.

Desirability (Attraktivität), Feasibility (Machbarkeit), und Viability (Lebensfähigkeit)

sind die Faktoren, die bei der Gründung von großer Bedeutung sind. Es geht darum, die Bedürfnisse und Probleme der Zielgruppe herauszufiltern, sicherzustellen, dass ein Produkt herstellbar ist und dafür zu sorgen, dass damit Geld verdient werden kann. Für jede dieser drei Aufgaben gibt es eine entsprechende Rolle im Gründerteam:

 

Der Hipster

Der Hacker Der Hustler
Diese Person ist der kreative Kopf – der/die Designer*in, welche mit ihren Ideen die Prozesse und das ganze Team antreibt und bei der Gestaltung stets auf die Attraktivität des Produkts achtet Die Person hat Visionen und ein Gefühl dafür, in welche Richtung sich Märkte entwickeln können. Diese Person hat ein Verständnis dafür, wie Probleme gelöst werden können und besitzt das nötige Know-How. Er oder sie hat die Fähigkeiten, die Technologie hinter einer Idee zu entwickeln und geht dabei analytisch vor, arbeitet strukturiert und extrem fokussiert. Er/Sie ist der „Verkäufertyp“. Sein/ Ihr Hauptziel: die Zufriedenheit der Kunden sicherstellen und tagtäglich daran arbeiten, Kundenprobleme zu lösen. Der Hustler gibt sich nicht mit dem Gewöhnlichen zufrieden, sondern will mehr. So spornt er/sie alle im Team zu Höchstleistungen an und ist in der Lage, andere von der Idee zu begeistern.
Durch die Verteilung der Rollen auf verschiedene Teammitglieder, und damit ist nicht zwingend gemeint, dass pro Person nur eine dieser Rollen zutreffen kann, wird sichergestellt, dass die nötigen Kompetenzen abgedeckt werden. Bei kaum einer einzelnen Person treffen alle diese Rollen und entsprechenden Eigenschaften zu. Daher ist es entscheidend, dass jede*r Gründer*in seine/ ihre Stärken und dementsprechende Rolle kennt und Verantwortung für sein/ ihr Unternehmen und somit auch für alle, die zum Bestehen dessen beitragen, trägt.

Das Team D-MAIN konnte in Batch IV nach der Design Phase Ihren ersten großen Erfolg feiern; nach dem positiven Bescheid und dem Einzug in die Build Phase, konnten sie ihre Geschäftsmodell innerhalb von mehreren Monaten intensiv weiterentwickeln. Heinz Bartl erklärt die Wichtigkeit einer guten Rollenverteilung wie folgt:

„Wenn es nur einen Betrachtungswinkel auf ein Problem gibt, ist es tatsächlich zu wenig. Dafür ist der Markt zu vielfältig, die Produkte sind zu breit gefächert; es gibt so viele Dinge, die man beachten muss und die man allein einfach nicht stemmen kann. Es ist wichtig, dass du dich als Team breit aufstellen kannst. Einer weiß einfach nicht alles“

Der Hauptgrund für das Scheitern von Startups ist oft nicht der Mangel an guten Ideen, sondern die unzureichende Zusammenarbeit von Gründern und Teammitgliedern sowie unklare Rollenverteilung und fehlende Kompetenzen innerhalb des Teams. Es gilt bei der Teamzusammensetzung also darauf zu achten, die individuellen Stärken und Schwächen so geschickt zu kombinieren, dass ein starkes Team daraus hervorgeht.

Das Team von D-Main, bestehend aus Heinz Bartl, Philipp Wermuth und Maximilian Winkler kannte sich schon vor der Teilnahme bei DB Intrapreneurs.  Heinz Bartl sieht die Teamzusammensetzung als große Herausforderung und weiß: auf seine Teamkollegen kann er sich verlassen:

„Wir hatten wirklich Glück, wir hatten uns von Anfang an gut verstanden und ergänzt. Wenn man sich auf menschlicher Ebene nicht versteht, wird das früher oder später definitiv zu Problemen führen, vor allem dann, wenn es mal hart auf hart kommt. Es gibt immer wieder Diskussionsbedarf und entweder man nutzt das positiv und macht dies zu seiner Stärke oder ein Team zerbricht daran. Das ist natürlich eine große Herausforderung“

Auch für zukünftige Sponsoren oder Investoren ist ein starkes Team hinter einer Idee ein wichtiges Entscheidungskriterium. Denn diese investieren vor allem in das Team und dessen Entwicklung. Am Ende zählt oft die Einstellung des Teams, wie es zusammenwirkt und wie es mit neuen Situationen und Probleme umgeht.

Ein Tipp bzw. eine Erkenntnis die Heinz Bartl künftigen Teams im Hinblick auf die Zusammenarbeit auf jeden Fall noch mitgeben möchte ist:

„Es ist auf jeden Fall förderlich, aus seinem gewohnten Umfeld rauszugehen. So kann die ganze Aufmerksamkeit auf die Gründung gelegt werden und jeder kann mit frischem Geist an die Sache rangehen.“

#dbintrapreneurs #dmain #makethingshappen