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Im Rahmen der Design Phase vermitteln wir den Programmteilnehmer*innen verschiedene agile und nutzerzentrierte Methoden im Bereich Lean Startup und Design Thinking. Doch essentiell für unternehmerisches Denken und Handeln ist ebenfalls das richtige Mindset. Den Willen etwas anzupacken, Initiative zu zeigen, der richtige Umgang mit Scheitern und eine Bereitschaft zur Veränderung sind wichtige Schlüsselfaktoren von Intrapreneuren.

Diese Werte erwarten wir bei den DB Intrapreneurs allerdings nicht nur von unseren Programmteilnehmer*innen, diese schreiben wir uns auch selbst auf die Fahne. Wir sind stets darum bemüht, unser Programm zu optimieren und an die individuellen Bedarfe, Wünsche und Anmerkungen unserer Teilnehmer*innen anzupassen.

Wie tun wir das? Indem wir einfach regelmäßig um Feedback bitten! Das gibt uns die Möglichkeit unser Programm durch die Augen der Teilnehmer*innen zu sehen, unser Angebot zu reflektieren und Veränderungen voranzutreiben.

Wir haben mit Katharina Rothe gesprochen, die sowohl im Batch V, als auch im aktuellen Batch VI mit einem Team gestartet und damit ein Paradebeispiel für ein Intrapreneur-Mindset ist. Außerdem kann sie durch ihre wiederholte Teilnahme die Veränderungen am Programm aus Teilnehmersicht spiegeln:

Mit deiner letzten Idee aus Batch 5 ist dein Team leider nicht bis zum Pitch Day gekommen. Was war der Grund hierfür? 

Nach dem 3. Workshop zum Thema Business Modelling haben wir als Team deutlich gemerkt, dass uns viele Aspekte unseres Business Models noch nicht klar waren. Rückblickend betrachtet, denke ich, dass die folgenden 3 Punkte dazu geführt haben, dass wir nicht weitergekommen sind:

(1) Wir hatten ein sehr gutes Gefühl hinsichtlich des Problemverständnisses, denn in all unseren Interviews wurde uns das Problem bestätigt. Auch unsere Prototypen sind in den Probleminterviews auf positive Resonanz gestoßen. Aber trotz des positiven Feedbacks haben wir im Workshop schnell gemerkt, dass wesentliche Aspekte unseres Business Modells einfach noch unzureichend beleuchtet waren. Unsere Zielgruppe war zu diesem Zeitpunkt noch viel zu generisch und zudem fehlten uns wesentliche Informationen über deren alltägliche Arbeitsabläufe. Insbesondere bei der Erstellung der Customer Journey wurde uns recht schnell klar, dass wir die Nutzer noch gar nicht gut genug kennen und noch von zu vielen Annahmen ausgehen, die wir nicht validiert haben.

(2) Wir hatten zwar tolle Ideen, aber nicht die eindeutige Lösung für ein zunächst ganz spezifisches Nutzerproblem, d.h. uns fehlte der Fokus, wir wollten zu diesem Zeitpunkt einfach noch zu viel gleichzeitig lösen.

(3) Wir waren in unserem Team zwar alles Kollegen, jedoch haben wir es neben unserem regulären Beratergeschäft und aufgrund lokal unterschiedlicher Standorte kaum geschafft, uns häufig genug als Team abzustimmen. Für so ein intensives Programm können regelmäßige virtuelle Meetings und ein reger Austausch über den Chat dann leider doch keinen persönlichen Austausch kompensieren, der notwendig ist, um als Team immer ein gleiches Verständnis über die aktuelle Zielsetzung zu haben.

 Und trotzdem hast du nicht aufgegeben und bist jetzt beim Batch 6 mit einem neuen Team an Start gegangen. Woher kommt diese Motivation?

Das Intrapreneurprogramm ist aus meiner Sicht eine tolle Möglichkeit, die guten Ideen, die in den Köpfen, den Notizbüchern oder auf den Laufwerken der DB Mitarbeiter schlummern und reifen, zu verproben. Man könnte zwar behaupten, dass es keinen Hinderungsgrund gibt, diese Ideen selbst in Interviews zu evaluieren oder erste Prototypen zu bauen, aber jeder kennt es wahrscheinlich nur zu gut, dass uns der Arbeitsalltag doch schneller einholt als uns manchmal lieb ist. Nur weil man sich vornimmt, seinem Herzensprojekt mal zum Feierabend oder am Wochenende nachzugehen, heißt es ja noch nicht, dass uns das auch immer gelingt.

Die Teilnahme am Programm ist ein erstes Commitment, dass man an seine Idee glaubt und bereit ist zusätzliche Zeit zu investieren und bereit ist Risiken einzugehen. Wenn man dann erst einmal einen Fahrplan erhält, wie man ganz praktisch aus seinen ersten Ideen ein funktionierendes Geschäftsmodell entwickeln kann, fällt es aus meiner Erfahrung leichter sich immer wieder zu motivieren und konsequent dran zu bleiben. Ein (leichter) Druck von seinem Kalender, seinem Team und dem Coach sind hier sehr förderlich.

Aufgrund meiner jahrelangen Tätigkeit als Innovationsberaterin bei DB Training, im Bereich Consulting & Business Skills bin ich zusätzlich motiviert, denn die praktische Erfahrung, die ich durch die aktive Teilnahme an diesem, aber auch ähnlichen Formaten immer wieder mache, sind für mich sehr wertvoll. Da ich selbst häufig in der Rolle des Coaches bin, kann ich mit der eigenen Erfahrung als Intrapreneur, Teams und Bereiche im Konzern viel besser beraten und unterstützen. Ich sage zwar nicht, dass es notwendig ist, dass jeder Gründercoach zwingend selbst Gründungserfahrung haben muss, aber es kann auf jeden Fall helfen Verständnis aufzubauen, da man viele Erfahrungen teilen kann.     

Hat sich im Vergleich der beiden Programmdurchläufe etwas in deinen Augen verändert? Wenn ja was und wie hat das auf dich gewirkt?

Durch die Teilnahme an beiden Batches hatte ich wirklich einen sehr guten Vergleich. Ein wesentlicher Unterschied ist der Auftakt-Workshop. Im aktuellen Batch sind wir, anders als noch zuvor mit einem intensiven 2-Tages-Format gestartet. Meiner Meinung nach, eine positive Entwicklung. So ist man von Beginn an intensiv im Thema, hat genügend Zeit als Team und mit seinem Coach „warmzulaufen“. Außerdem hat man so mehr Zeit als Team wesentliche Aspekte zu beleuchten, die dann als Basis für das weitere Programm dienen können, z.B. die Ausarbeitung einer klaren Zielgruppe, das Aufstellen kritischer Hypothesen zum Problem.

Ein Nachteil, der sich dann leider aus dem längeren Workshop zu Beginn ergibt ist, dass ein Präsenzworkshop zwischen der Phase der Problemvalidierung und der Phase der Lösungsfindung und -validierung fehlt. Das hat dann zur Folge, dass man sich als Team über einen längeren Zeitraum sehr gut selbst organisieren muss und immer wieder Abstimmungsschleifen finden muss, damit alle immer auf dem gleichen Stand bleiben. Wie schon eingangs erwähnt, ist dies gerade bei Teams, die aus Beratern bestehen, die nicht physisch an einem Ort zusammensitzen und auch sonst in unterschiedlichen Projekten unterwegs sind, eine immense Herausforderung.

Eine weitere positive Entwicklung ist die kontinuierliche Erweiterung des Methoden-Sets. Die Vielzahl an nutzerzentrierten Methoden aus Disziplinen wie dem Design Thinking, Lean Startup und User Experience Design helfen den Teams insbesondere dann, wenn sie gemeinsam mit dem Coach flexibel eingesetzt werden. Jede Challenge ist unterschiedlich, adressiert andere Problem und diverse Nutzergruppen, daher macht es keinen Sinn für alle die gleichen Methoden anzuwenden. Hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass man nun noch mehr auf die Unterschiede der Challenges eingeht und versucht die Teams sehr individuell zu unterstützen. 

Wir danken Katharina für die Offenheit ihre Erfahrungen mit uns zu teilen. Ihr Engagement beweist, dass Scheitern nicht das Ende sein muss, sondern vielmehr neue Türen öffnen kann, wenn man die nötige Motivation und Durchhaltevermögen mitbringt!

Du hast auch Lust dein eigenes Ding zu machen und die digitale Transformation der Deutschen Bahn voranzutreiben? Dann werde ein DB Intrapreneur und bewirb dich für unser Programm!