Tonia-Maria Michaely gehört seit Mai 2020 zum Kernteam von DB Intrapreneurs. In ihrer Rolle als Lead Coach hat sie nicht nur einen spannenden und abwechslungsreichen Arbeitsalltag, sondern auch eine große Verantwortung unsere Intrapreneurship Teams bei der Entwicklung von digitalen Geschäftsmodellen zu unterstützen. In diesem Interview erfahrt ihr mehr über ihre Aufgaben und Motivation.

Was macht ein Lead Coach bei DB Intrapreneurs?

Als Lead Coach bei DB Intrapreneurs liegt meine Hauptaufgabe darin, unser Team an Coaches zu jedem Zeitpunkt des Programmes so zu befähigen und zu unterstützen, dass alle Intrapreneurship Teams möglichst erfolgreich sein können. Das umschließt das Onboarding/Offboarding von Coaches ebenso wie die Workshopgestaltung und das aktive Coaching selbst. Meine wichtigsten Aufgaben dabei sind:

Rücken freihalten: Als Lead Coach minimiere und bündele ich programmseitige und organisatorische Themen, damit Coaches sich voll und ganz auf ihre Teams konzentrieren können.

Community of Coaches: Es ist mir wichtig, einen Raum zu schaffen, in dem Coaches sich untereinander austauschen, anstehende Workshops diskutieren und Learnings zu Methoden und Teams miteinander teilen können – ich selbst bin als Sparrings- und Ansprechpartner mit allen verbunden.

Connecting the dots: Dabei geht es darum, alle Themen im Blick zu halten und wertvolle Verbindungen zwischen Teams, Coaches, Experten und Ideen herzustellen, die sonst an unterschiedlichen Ecken doppelt bearbeitet würden oder unbeachtet blieben – so können unsere Teams bestmöglich von unserem Programmangebot profitieren. Der Zugang zu einem relevanten neuen Kontakt kann einem Team den entscheidenden Anstoß geben.

Was bereitet dir am meisten Freude in deinem Beruf?

Menschen und Probleme 😉

Unsere Intrapreneure haben eine hohe intrinsische Motivation ihr Thema zu verfolgen und von der Idee in die Umsetzung zu bringen. Sie sind wissbegierig, offen und lernen gerne und schnell. Ich sehe es als echtes Geschenk, solche Persönlichkeiten coachen zu dürfen. Den Intrapreneuren, ihrem Einsatz, und ihrem ausgeprägten Fachwissen begegne ich mit Demut – wir Coaches lernen jedes Mal mindestens genauso viel wie sie.

Probleme sage ich deshalb, weil ich mit jedem Team vor einer neuen inhaltlichen und teamdynamischen Herausforderung stehe – die Bandbreite der Themen und das kreative Lösen von Problemen treiben mich jeden Tag an und geben mir super viel Energie.

Welche Kompetenzen sind essenziell als Lead Coach?

Fachliche Komponente: Kenntnis und Erfahrung in Theorie und Anwendung von nutzerzentrierten Innovationsmethoden, sowie ein tiefgehendes Verständnis von digitaler Transformation und dem Aufbau und Mustern digitaler Geschäftsmodelle.

Beziehungsebene, Didaktik und Coaching: Ich wechsele oft „meine Hüte“ – sei es in meiner Rolle als Lead Coach im Programm, als auch als Coach der Intrapreneurship Teams selbst. Dabei nehme ich je nach Bedarf die Sicht eines Facilitators, Business Coaches, Beobachters und Beraters ein.

Zudem keine klassischen Kompetenzen aber meines Erachtens wichtige persönliche Faktoren: Geduld, Einzelwahrnehmung, Neugier und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte herunterzubrechen und den Teams Orientierung zu geben.

Erfordert die Arbeit für dich und die Teilnehmenden eine besondere Denkweise und Grundhaltung?

Ja, absolut – ich würde das am ehesten über diese beiden Themen beschreiben:

Offenheit und Vertrauen: Unsere Intrapreneurship Teams begeben sich auf eine für sie neue Reise. In vielen Fällen kommen auch zu Beginn oder im weiteren Verlauf bislang unbekannte Teammitglieder zusammen. Sie treffen unheimlich viele neue Leute, erhalten Feedback aus unterschiedlichen Perspektiven und vertrauen sich mit ihrer Idee und ihrer Zeit unseren Coaches und Venture Architects an.

Hypothesenbasiertes Arbeiten: Heißt für die Teams sowie uns als Venture Architects und Coaches nichts anderes, als sich immer wieder seiner Annahmen bewusst zu werden. Gerade beim Bau neuer Geschäftsmodelle treffen wir oft unbemerkt viele neue Annahmen – in vielen Fällen mag das unproblematisch bleiben – kritisch wird es jedoch dann, wenn sich diese schleichend zu ungeprüften Wahrheiten entwickeln und letztlich zu einer unangenehmen späten Einsicht führen. Wir versuchen daher, Annahmen – z. B. über Anzahl, Verhalten oder Wünsche potenzieller Kunden – explizit als Hypothesen zu formulieren. Kritische Hypothesen kann man so testen und das Risiko Schritt für Schritt minimieren.

Was nimmst du bisher als Learnings mit?

🚀 Fails sind genauso wichtig wie Erfolge.

🔑 Die richtigen Leute an der richtigen Stelle machen den Unterschied.

💡  Only coach the coachable – was Coachees für sich und ihre Teams mitnehmen bestimmen sie stark selbst mit.

 

Bei Fragen oder wenn ihr Lust auf einen virtuellen Kaffee mit Tonia habt, meldet euch gerne hier bei Tonia.

Vielen Dank Tonia für die zahlreichen Einblicke in deine Arbeit als Lead Coach!

#DBintrapreneurs #makethingshappen