Bei DB Intrapreneurs glauben wir fest an die Innovationskraft aller Mitarbeiter*innen der Deutschen Bahn! Gemeinsam wollen wir Herausforderungen unternehmerisch lösen. Dafür bieten wir sowohl Mitarbeiter*innen als auch Geschäftsbereichen die Möglichkeit, digitale Geschäftsmodelle und Produkte in einem dazu passenden Umfeld zu entwickeln. Das machen wir in Form von Intrapreneurship und Co-Creation.

Als Leiter von DB Intrapreneurs werde ich oft gefragt, was genau die beiden aus dem Englischen stammenden Begriffe überhaupt bedeuten, was die Unterschiede sind und wie die Umsetzung in der Praxis aussieht. In diesem Artikel möchte ich dir daher einen tieferen Einblick in unsere Arbeit bei DB Intrapreneurs geben!

Was ist Intrapreneurship?

Der Begriff „Intrapreneurship“ lässt sich von „Entrepreneurship“ ableiten, welcher in der englischen Sprache für „Unternehmertum“ steht. Die Vorsilbe „Intra-“ weist hingegen darauf hin, dass es sich nicht um “klassisches” Unternehmertum handelt, sondern um Unternehmertum innerhalb eines bestehenden Unternehmens. Intrapreneurship ist ein sogenannter „bottom-up“-Prozess für Innovationen, also ein Prozess der „von unten nach oben“ führt. Er startet bei den Mitarbeiter*innen, die die nötige Verantwortung übernehmen möchten, um durch unternehmerisches Denken und Handeln Innovationen zu entwickeln. Intrapreneurship ermöglicht es ihnen, Ideen mit hoher Eigenmotivation zu verfolgen und unternehmerisch zu verwirklichen. Entrepreneure tun dies auf dem freien Markt beispielsweise durch die Gründung eines Startups. Intrapreneure hingegen agieren unternehmerisch in ihrer Organisation und können so einen Beitrag zur Innovationsfähigkeit ihres Unternehmens leisten. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen Intrapreneure ihre Ideen zunächst innerhalb eines Unternehmens in Form von Geschäftsmodellen, Services oder Produkten realisieren und anschließend für eine spätere Skalierung ausgründen. Dies wird dann als Spin-off bezeichnet.

Was ist Co-Creation?

Auch „Co-Creation“ stammt aus dem Englischen. Wörtlich steht „Co“ dabei für „Miteinander“ und „Creation“ für „Erschaffung“. Gemeint ist also die gemeinsame Erschaffung von Produkten oder Lösungen, bei der der Kunde, Partner oder ein sonstiger Stakeholder mit seinen Ideen und Bedürfnissen einbezogen wird. Es handelt sich daher zum einen um einen Kreativ- und Gestaltungsprozess. Wir nutzen ihn aber auch als Begriff für Tätigkeiten, in denen mehrere Geschäftseinheiten (unter anderem auch DB Intrapreneurs) ihre Mitarbeiter*innen in ein Team einbringen und partnerschaftlich an der Realisierung einer Innovation arbeiten.

Wie Funktioniert das bei DB Intrapreneurs?

Intrapreneurship

Im Rahmen unseres Intrapreneurship Programms unterstützen wir Mitarbeiter*innen bei der Entwicklung ihrer digitalen Geschäftsmodelle. Dabei durchlaufen sie vier Phasen: Engage, Design, Build und Grow.

In der ganzjährig stattfindenden Engage Phase bringen wir den Mitarbeiter*innen neue Arbeitsmethoden und unternehmerisches Denken und Handeln näher.

In der Design Phase wird mit Hilfe von nutzerzentrierten Methoden (z.B. Design Thinking und Lean Startup) ein erstes Konzept des Geschäftsmodells entwickelt und um den Einzug in die nächste Phase gepitcht. In dieser Phase stehen ihnen vor allem unsere Methoden-Coaches zur Seite.

In der Build Phase wird ein Proof of Concept (PoC) entwickelt, also ein Nachweis der Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit des Geschäftsmodells auch in größerem Maßstab. Mit Hilfe des PoC werden so die erfolgskritischen Hypothesen validiert.

Sofern die Geschäftskonzeptionen einen oder mehrere passende Investoren (DB intern, extern oder beides) überzeugen konnten, kommen die Teams in die sogenannte Grow Phase. Hier entwickeln sie ein Minimum viable Product (MVP), also das Produkt auf dem Entwicklungsstand, in dem es den minimal nötigen Funktionsumfang besitzt, der zur Verwendung und für realistische Nutzertests nötig ist. So realisieren sie ihr Geschäftsmodell und verfolgen dieses anschließend individuell weiter.

Co-Creation

Bei DB Intrapreneurs bieten wir auch Geschäftsfeldern die Möglichkeit, gemeinsam mit unserem Team eine individuelle Herausforderung unternehmerisch zu adressieren. Gemeinsam bilden wir ein Projektteam und gehen die Sache kunden- und nutzerzentriert an.

Im Rahmen von Co-Creation dient die Engage Phase dazu, in gemeinsamen Workshops mögliche Problemstellungen und Opportunitäten innerhalb des Geschäftsbereiches bzw. bestehender DB Einheiten zu identifizieren und zu analysieren.

In der Design Phase wird dann ein Problem-Lösungs-Fit erarbeitet. Sprich das Problem wird detailliert analysiert und Use Cases entwickelt, wie die Problemstellung bestmöglich wirtschaftlich gelöst werden kann.

Genau wie im Intrapreneurship Programm werden auch bei der Co-Creation in der Build Phase die erfolgskritischen Hypothesen mit Hilfe eines PoC validiert und ein Business Case erarbeitet.

In der Grow Phase wird das Produkt dann als MVP mit den relevantesten Kernfunktionen im realen Betrieb bzw. Kundenumfeld pilotiert. Damit generieren wir harte Beweise, welche die Zielerreichung kritischer Prämissen, Steuerungsgrößen und das RoI-Potential des Business Cases belegen.

Ein gutes Beispiel dafür, wie Co-Creation in der Praxis aussehen kann, ist jedoch unser gemeinsames Projekt „KI im Kundenservice“ mit DB Dialog. Hier erfährst du alles über den aktuellen Stand.

Haben wir dein Interesse an DB Intrapreneurs geweckt? Oder hast auch du eine Idee, die wir gemeinsam mit deiner Abteilung verwirklichen sollten? Dann erfahre hier mehr und werde DB Intrapreneur!