Auf Social Media teilen

Du hast eine Herausforderung oder ein Problem anknüpfend an ein Geschäftsfeld der Deutschen Bahn erkannt? Dann zögere nicht und melde dich beim Batch 7 an, indem du unsere DB Intrapreneurs Challenge ausfüllst und uns bis zum 04. März zuschickst. Alle Fragestellungen und Herausforderungen, die unsere Branche betreffen sind herzlich willkommen!

Um euch zu inspirieren und zu zeigen, mit welchen Problemfeldern man sich beschäftigen kann, haben wir uns mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandergesetzt und verschiedene Fragestellungen erarbeitet, die euch bei der Identifikation möglicher Herausforderungen und Problemstellungen helfen können.
Die Nachhaltigkeits-Challenges sind an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDG’s) angelehnt. Die Deutsche Bahn hat sich besonders auf sechs SDGs fokussiert, bei denen sie eine große Wirkung entfaltet kann. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

Eines dieser sechs Ziele ist die Sicherstellung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster. Auch unser letzter Blogartikel, in dem wir uns mit der Verfügbarkeit regionaler Produkte auseinandergesetzt haben, zahlt darauf ein.
Um einen Beitrag zur Lösung des Problems zu leisten, gibt es allerdings mehrere Anknüpfungspunkte. In diesem Artikel befassen wir uns daher mit der Frage, wie endliche Ressourcen effizient und sparsam genutzt werden können.

Mit dem Wirtschaftswachstum wachsen nicht nur der Wohlstand, sondern auch die Müllberge. Die Menge an Rohstoffen, die wir zur Herstellung unserer gewünschten Produkte brauchen, hat sich seit dem Jahr 2000 fast verdoppelt. Nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) fielen im Jahr 2017 in Deutschland insgesamt 18,7 Millionen Tonnen Verpackungsabfall an. Das entspricht pro Kopf und Jahr durchschnittlich 226,5 kg Verpackungsabfall. Doch fällt ein Großteil dieses Verpackungsmülls nicht direkt beim Verbraucher selbst an. 53 Prozent wird von Unternehmen produziert. Dort werden dann beispielsweise Warenpaletten für die einzelnen Läden zusammengestellt. Diese Paletten müssen natürlich auch entsprechend für den Transport verpackt werden – was häufig durch Einwickeln der gesamten Palette in Kunststofffolie passiert. So zeigt ein Bericht des Umweltbundesamts, dass beispielsweise der Gesamtverbrauch von Kunststoffverpackungen nicht privater Endverbraucher weiter ansteigt.

Das Fazit, welches nicht nur wir daraus ziehen, sondern auch die ehemalige UBA-Präsidentin Maria Krautzberger, ist: „Wir verbrauchen viel zu viele Verpackungen. Das ist schlecht für die Umwelt und für den Rohstoffverbrauch. Wir müssen Abfälle vermeiden, möglichst schon in der Produktionsphase. Auf unnötige und unnötig materialintensive Verpackungen sollte deshalb verzichtet werden.“

Um also Kosten zu senken und sorgsam mit den knappen Ressourcen unseres Planeten umzugehen, sodass diese auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben, stellen wir uns die Frage:

Wie können wir Verpackungsmüll in der Logistik reduzieren?

Die Deutsche Bahn verfolgt den Anspruch, verantwortungsvoll mit den Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf die Umwelt umzugehen. Im Logistikbereich sollen, gemeinsam mit den Lieferanten, Lieferketten verbessert und somit nachhaltiger gestaltet werden. Zudem ist die Deutsche Bahn Teil der Brancheninitiative „Railsponsible“. In dieser verpflichten sich Akteure der Eisenbahnindustrie ihre Nachhaltigkeitspraktiken in der gesamten Lieferkette kontinuierlich zu verbessern.
Die Erreichung des Ziels nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster soll durch verschiedene Unterzeile gewährleistet werden. Dazu gehört die nachhaltige Nutzung unserer natürlichen Ressourcen durch die Vermeidung, Verminderung, Wiederverwertung und Wiederverwendung des Abfallaufkommens. Weiter sollen Unternehmen zur Einführung nachhaltiger Verfahren ermutigt werden sowie sichergestellt werden, dass Informationen übernachhaltige Entwicklung verbreitet werden.

Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist das seit dem 01.01.2019 geltende neue Verpackungsgesetz. Das beinhaltet beispielsweise, dass Händler, die neue Verpackungsmaterialien in den Umlauf bringen, auch einen Beitrag für die Entsorgung und Verwertung dieser zahlen müssen. Sie sind so gesetzlich dazu verpflichtet, sich bei einem dualen System wie beispielsweise dem Grünen Punkt zu beteiligen. Der Beitrag richtet sich dabei nach Verpackungsmenge und -material, das in den Umlauf gebracht wird. Je weniger Verpackungsmüll daher anfällt, desto weniger muss auch gezahlt werden.

Das Bewusstsein und die Sensibilität der Verbraucher steigen. Eine Studie von PwC fand heraus, dass ein Viertel der 1000 Befragten ein Mehrwegsystem bei Versandverpackungen im Online Handel begrüßen würde. Doch auch beim Händler selbst braucht es einen Mindset-Wechsel und alternative Lösungen.
Für die Deutsche Bahn ist die Logistik, und damit die Beschaffung, Lagerung und der Transport von Materialien, Zwischen- und Fertigprodukten, bei weitem nicht nur für DB Cargo und DB Schenker relevant. Sie betrifft auch Prozesse aller anderen Geschäftsfelder wie beispielsweise des Personenverkehrs. Anknüpfungspunkte sind somit Konzernweit zu finden.

Ein möglicher Lösungsansatz könnte beispielsweise der höhere Anteil von Mehrwegverpackungen in der Logistik sein. Auch könnte der Einsatz von Pfandsystemen an verschiedenen Stellen gestärkt werden. Weiter könnte Bezug genommen werden, das Bewusstsein aller Mitarbeitenden für die Entsorgungslogistik zu schärfen oder die sortenreine Sammlung von unvermeidbaren Abfällen zu stärken. Gleichzeitig ist aber auch die Entwicklung neuer, umweltfreundlicherer Verpackungsmaterialien denkbar. Klar ist: Der Innovation in diesem Bereich sind keine Grenzen gesetzt!

Die Nachhaltigkeits – Challenges dienen der Inspiration. Wie oben erwähnt, können aber auch Challenges zu allen weiteren Themen im Kontext der Deutschen Bahn eingereicht werden.

Du bist gefragt! Du hast eine Herausforderung im Rahmen unserer Nachhaltigkeits-Challenges oder eine eigene Herausforderung im Kontext der Deutschen Bahn erkannt? Dann schicke deine DB Intrapreneurs Challenge an dbintrapreneurs@deutschebahn.com.

Sollte dein Team noch nicht vollständig sein, helfen wir dir gerne dabei, passende Teammitglieder zu finden. Zögere auch nicht christian.stumpf@deutschebahn.com zu schreiben, falls dir noch Inspiration fehlt oder du weitere Fragen zu unserem Programm haben solltest. Anmeldefrist hierfür ist der 04.03.2020.

Wir freuen uns auf dich!

#makethingshappen #DBIntrapreneurs